| Bildungsvielfalt unter einem Dach | |
|
Niedersächsischer
Bund für freie Erwachsenenbildung e. V. Der Niedersächsische Bund für freie Erwachsenenbildung e. V. (nbeb) wurde im Jahr 1954 durch den Landesverband der Volkshochschulen, die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben und die Ländliche Erwachsenenbildung als pluraler Dachverband freier und öffentlicher Träger der Erwachsenenbildung gegründet. Schwerpunktmäßig wurden damals drei bildungspolitische Ziele verfolgt: Der Aufbau leistungsfähiger Einrichtungen der Erwachsenenbildung mit pluraler Struktur, ihre staatliche Anerkennung und Förderung aufgrund eines Landesgesetzes sowie deren Unabhängigkeit gegenüber dem Staat. |
|
|
|
|
|
|
|
|
Der nbeb fördert die Aufgaben seiner plural organisierten Mitgliedsorganisationen durch Beratungen und Empfehlungen und vertritt ihre bildungspolitischen Interessen. Er steht für den Grundsatz der Selbstverwaltung der Erwachsenenbildung und die vom Land garantierte Wahrung einer weitgehenden Programmautonomie aller angeschlossenen Organisationen und Einrichtungen. Die neun Erwachsenenbildungseinrichtungen stehen mit ihren Bildungsangeboten für Interaktion, Innovation und Integration. Die Schwerpunkte liegen auf der allgemeinen Bildung und auf Bildungsmaßnahmen, die besonderen gesellschaftlichen Erfordernissen entsprechen, auf der interkulturellen Bildung, der berufsbezogenen Bildung und auf dem Zweiten Bildungsweg. Als öffentlich geförderte Bildungseinrichtungen sehen es die Institutionen als ihre be-sondere Verpflichtung an, Kurse für bildungsferne Gruppen anzubieten. Sie übernehmen damit den öffentlichen Auftrag, das Recht auf Bildung für alle zu gewährleisten. Die Aufforderung des Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetzes, allen Menschen die Chance zu bieten, "sich die für die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Mitgestaltung der Gesellschaft erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen" (§ 1 NEBG), wird durch das vielfältige Angebot der verschiedenen Erwachsenenbildungsträger realisiert.
Auf der Grundlage
des Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetzes (NEBG) vom 23.
November 2004 hat das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK)
Ende des Jahres 2004 den Niedersächsischen Bund für freie Erwachsenenbildung
beauftragt, eine Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung zu bilden. Dazu zählen insbesondere die Anträge auf Finanzhilfe für alle als förderungsberechtigt anerkannten Einrichtungen und Organisationen der Erwachsenenbildung in Niedersachsen und die Zuständigkeit für das Genehmigungsverfahren im Bereich Bildungsurlaub. Diese Aufgaben hat zunächst die 1970 eingerichtete und ebenfalls vom Niedersächsischen Bund getragene Verwaltungsstelle wahrgenommen, die im Mai 2005 in die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung überführt worden ist. Seit Anfang 2006 nimmt die Agentur weitere Aufgaben wahr, die sich aus einem entsprechenden Vertrag und einer Vereinbarung mit dem Land Niedersachsen ergeben. Dazu gehören vor allem die Fortbildung der Mitarbeiter/-innen in der niedersächsischen Erwachsenenbildung, die Mitwirkung bei der Qualitätssicherung, der Entwicklung und Evaluation der Einrichtungen, die Förderung von Modellkursen und die Begleitung einrichtungsübergreifender Formen der Zusammenarbeit. Die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung soll die notwendige Stärkung der Einheit und Bündelung der Ressourcen gewährleisten, ohne daß damit die vorhandene und bewährte plurale Struktur der niedersächsischen Erwachsenenbildung und die Gleichrangigkeit der Einrichtungen aufgegeben wird. Denn Ziel des seinerzeit vom Landtag einstimmig verabschiedeten Gesetzes ist es, die erforderlichen Grundlagen für mehr Qualität, Innovation, Leistung und für einen gebündelten Mitteleinsatz in diesem für das Land wichtigen Bildungsbereich zu schaffen. Zum 1. Januar 2006 hat die Agentur offiziell ihre Arbeit in der Bödekerstraße 18 in Hannover aufgenommen, die neuen Räumlichkeiten wurden Mitte Januar durch den Wissenschafts- und Kulturminister Lutz Stratmann eröffnet. In Gegenwart von Dr. Jürgen Walter, Vorsitzender des nbeb, und der beiden Agentur-Geschäftsführer Bernd Rebens und Detlef Grote sowie zahlreicher Gäste betonte der Minister in seiner Rede die zukunftsorientierte Weiterentwicklung und Verzahnung der verschiedenen Bildungsangebote und stellte fest: "Der Stellenwert der Erwachsenenbildung wird weiter zunehmen - er wird zunehmen müssen."
|
|
|
|
|
|
|
| |
|