nbeb - Magazin

Projekte, Konzepte und Kurzvorstellungen
 

 

 

 

 
Arbeitsmarkt 50.de - ein Beschäftigungspakt für Ältere

BMWA - Projekt Wilhelmshaven gewinnt ersten Preis in bundesweitem Ideenwettbewerb Minister Wolfgang Clement überreicht VHS-Direktor Werner Sabisch den 1. Preis

In den im Juni 2005 veröffentlichten Ideenwettbewerb "Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA), an dem sich über 260 Wettbewerber beteiligten, hat das von der Volkshochschule Wilhelmshaven konzipierte Projekt "arbeitsmarkt50.de" den ersten Preis errungen.
Insgesamt wurden aus über 260 Bewerbungen 60 Projekte bundesweit mit einer Laufzeit von jeweils zwei Jahren und einem Fördervolumen von 250 Mio. Euro bewilligt.
Der Ideenwettbewerb hat die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit älterer Langzeitarbeitsloser und ihre Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt durch Entwicklung regionaler Lösungen und die Förderung regionaler Initiativen zum Ziel.

Das Projekt "arbeitsmarkt50.de", das im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Wilhelmshaven durch die Volkshochschule umgesetzt wird, lebt von der Überzeugung, dass es keinen Königsweg zur Überwindung der Arbeitslosigkeit Älterer gibt, sondern dass es verschiedene Ansätze auf unterschiedlichen Ebenen geben muss, bei denen auch die differierenden Zielgruppen und Ziele beachtet werden müssen.

Das mit 1,8 Mio. Euro geförderte Projekt besteht konsequenterweise aus einem Mix von acht multivariablen Einzelprojekten, die aufeinander bezogen und für die Teilnehmer/innen durchlässig sind. Arbeitsmarkt50.de spricht insgesamt 600 Langzeitarbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Ältere um die 50 an und zwar in den Bereichen Arbeit, Bildung und Gesundheit.

Arbeit 1. Sensibilisierungskampagne 01.10.05 - 30.09.07
2. Eingliederungsmaßnahme für Langzeitarbeitslose 01.10.05 - 30.09.07
3. Eingliederungszuschüsse für Langzeitarbeitslose 01.10.05 - 30.09.07
4. "55 plus - weiterhin aktiv" Arbeitsgelegenheiten für Ältere 01.10.05 - 30.09.07
5. Existenzgründung 45+ 01.04.06 - 31.07.07
Gesundheit 6. Gesund arbeiten im Alter - Gesundheitsmanagement für Ältere 01.02.06 - 30.04.07
Bildung 7. Schlüsselqualifikationen für Ältere Arbeitslose - Bausteine für ein Lebenslanges Lernen 01.10.05 - 30.09.07
8. Quasi: Qualifizierung und Sensibilisierung Älterer Arbeitnehmer 01.09.06 - 31.10.06

So hat eine projektübergreifende Sensibilisierungskampagne das Ziel, die Beschäftigungs- und Verbleibsquote und den Qualifizierungsanteil Älterer nachhaltig zu erhöhen und örtliche Unternehmen für das Thema Demografie und deren Folgen vorzubereiten. Die Sensibilisierungskampagne richtet sich in erster Linie an die Betriebe der Region, da hier ein besonderer Informationsbedarf hinsichtlich der demografischen Entwicklung und deren Folgen für die Beschäftigung Älterer besteht, aber auch an Multiplikatoren aus allen relevanten Bereichen, an die gesellschaftlich relevanten Gruppen und die Älteren selber. In einem Teilprojekt, der Bedarfserhebung von Beschäftigungspotentialen Älterer, sollen auch die besonderen regionalen Entwicklungspotentiale zweier industrieller Großprojekte wie dem Jade Weser Port und der Erweiterung des Chemiestandortes für die Beschäftigung Älterer untersucht werden.

Eine neu zu errichtende Informations- und Beratungsstelle für Ältere und Demografie (IBA) wird einen ehrenamtlich besetzten Information- und Beratungspool für Betriebe und die Region mit Nachhaltigkeit aufbauen. Die Sensibilisierungskampagne soll den Beschäftigungspakt angemessen vorbereiten und dient auch der Vorbereitung und Unterstützung der Einzelprojekte und ist damit eine Grundfolie für die Gesamtaktivitäten.

Neben auch traditionell angelegten Einzelprojekten wie einer Eingliederungsmaßnahme, Arbeitsgelegenheiten für über 55jährige oder einem Paket von Eingliederungszuschüssen wendet sich ein Einzelprojekt "Existenzgründung 45+" an die Zielgruppe der älteren Arbeitslosen, die ohne eine Förderung voraussichtlich in absehbarer Zeit ebenfalls arbeitslos wären. Es werden aber auch diejenigen Älteren in den Betrieben angesprochen, die von Freisetzungen oder betrieblichen Umstrukturierungen bedroht sind. Ihnen soll durch ein differenziertes Maßnahmepaket, das traditionelle Existenzgründungsvorbereitungen deutlich verbessert, der Schritt in die Existenzgründung ermöglicht und erleichtert werden.

Eine gesundheitsfördernde Maßnahme "Gesundes Arbeiten im Alter" zielt direkt auf die Gesundheitsförderung und Gesundheitsprophylaxe Älterer- ein Kardinalproblem der Beschäftigung Älterer - wie auch auf ein vorbeugendes Gesundheitsmanagement in den Betrieben.

Zwei Qualifizierungsmaßnahmen für Ältere verfolgen den Ansatz, zertifizierbare Module für ein Konzept lebenslangen Lernens für Ältere aufzubauen. Die Maßnahme "Schlüsselkompetenzen für Ältere Arbeitslose - Bausteine für ein lebenslanges Lernen" trägt zur Überwindung vorhandener Motivationsbarrieren älterer Arbeitskräfte bei und leistet einen Beitrag zur Erhöhung des Qualifikationsniveaus älterer Arbeitsloser und zwar auf der Ebene von Schlüsselkompetenzen, die auch die Basis bilden für den laufenden und mittel- wie langfristigen Erwerb von fachspezifischen Qualifikationen.

Die zweite Qualifizierungsmaßnahme Quasi (Qualifizierung und Sensibilisierung älterer Arbeitnehmer) richtet sich an ältere Arbeitnehmer in Betrieben, die aufgrund der bisherigen jugendzentrierten Personalpolitik der Betriebe häufig auch zukünftige Arbeitslose sind. Insofern ist der Qualifizierungsansatz für diese Zielgruppe prophylaktisch angesetzt, um die Verbleibsquote Älterer in den Betrieben zu erhöhen, andererseits zielt er aber auch direkt auf die Sensibilisierung der Betriebe für die Belange Älterer einschließlich ihrer Qualifizierungsmöglichkeiten und die Notwendigkeit ihrer künftig längerfristigen betrieblichen Bindung.

Das Ziel, ein zertifizierbares Modulsystem lebenslanges Lernen für Ältere zu entwickeln, wird in Kooperation mit dem zuständigen Dachverband der Volkshochschulen realisiert.

Das Kooperationsprojekt arbeitsmarkt50.de wird von einer ganzen Reihe regionaler Partner unterstützt: neben Vertretern der Wirtschaft sind u.a. die Gewerkschaften vertreten, die Wohlfahrtverbände, Krankenkassen, verschiedene Bildungsinstitutionen, eine Werbeagentur und die Universität Oldenburg. Arbeitsmarkt50.de wird bis zum 30.09.2007 vom BMWA gefördert.Projektlogo arbeitsmarkt50.de
Weitere Informationen unter www.arbeitsmarkt50.de.


Volkshochschule der Stadt Wilhelmshaven
Virchowstraße 29
26382 Wilhelmshaven

Telefon (04421)161471
Telefax (04421/161896
E-mail: info@VHS-WHV.de
Internet:: www.vhs-whv.de

 

 
(11.11.2005)
 
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Bildungsurlaub "Radio machen"


Behinderte machen Radio für Nichtbehinderte

Zum dritten Mal bot die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) Weserbergland in Zusammenarbeit mit "Radio aktiv" im September 2005 einen fünftägigen Bildungsurlaub "Radio machen" an.
Teilnehmende waren acht geistig behinderte Menschen im Alter von 24 bis 52 Jahren.

Das Ziel: die Vorbereitung einer zweistündigen Radiosendung, die live übertragen werden sollte.

Die Idee, eine Live-Sendung mit geistig Behinderten zu machen, entstand schon Ende 2002 in einem Arbeitskreis, der sich im Landkreis Hameln-Pyrmont gebildet hatte, um Aktionen zum "Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003" zu initiieren und in einem gemeinsamen Veranstaltungskalender zu veröffentlichen. Die Teilnehmenden dieses Arbeitskreises kamen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und wollten eine Vernetzung der verschiedensten Interessengruppen im Bereich der Behindertenarbeit herstellen.
Mit integrativen, kulturellen und künstlerischen Projekten sollte die Lebenssituation und Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt gestellt werden.

Teilnehmende Organisationen waren hauptsächlich:

  • Ländliche Erwachsenenbildung, AG Weserbergland
  • Lebenshilfe Hameln-Pyrmont
  • Radio Aktiv (nichtkommerzieller Lokalfunk, ca. 10.000 allgemeine Informationen über die Region pro Jahr, im Jahr 2004 wurden ca. 2100 Beiträge zu aktuellen Themen recherchiert und geschnitten. Die Stärke des Senders liegt in der lokalen Berichterstattung, besonders von Außenveranstaltungen und Live-Übertragungen)
  • Kultur- und Kommunikationszentrum "Sumpfblume" (soziokulturelles Zentrum der Stadt Hameln, jährlich ca. 60.000 Besucher, 350 Veranstaltungen)
  • Paritätische Gesellschaft Behindertenhilfe ( in anerkannten Werkstätten arbeiten ca. 850 Betroffene).

In diesem Arbeitskreis entstand auch die Idee, die Live-Sendung im Rahmen eines Bildungsurlaubs vorzubereiten.

Folgende Leitlinien wurden formuliert:

  • Menschen mit Behinderungen sind nicht nur Zielgruppe, sondern unentbehrliche Akteure in der Vorbereitung und Durchführung der Sendung.
  • Menschen mit Behinderungen sind kritische und verantwortliche Akteure in eigener Sache.

Bildungsurlaub 2003
Der erste Bildungsurlaub fand vom 15.09.-19.09.2003 in Hameln statt, die dreistündige Live-Sendung am Sonntag, den 21.09.03 anlässlich der Eröffnung einer Kulturwoche zum " Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen". Gesendet wurde aus dem Kommunikationszentrum "Sumpfblume", das direkt an der Weserpromenade liegt. Prominente Gäste, wie der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Karl-Hermann Haak, die Europaabgeordnete Erika Mann (SPD) und die Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) waren u. a. die Gäste, die von den Behinderten interviewt wurden.


Bildungsurlaub 2004

Der Bildungsurlaub fand vom 25.10. - 29.10.2004 und die Radiosendung live vom "Markt der Möglichkeiten" am Sonntag, den 31.10.2004 statt.
Schwerpunktthema der Sendung: Lebens- und Arbeitsbedingungen von Behinderten.

Bildungsurlaub 2005
Der Bildungsurlaub fand vom 12.09. - 16.09.05 statt und die Radio-Sendung am Freitag, den 16.09.2005 live aus dem Cafe der "Sumpfblume"


Inhalte des Bildungsurlaubes

  • Umgang mit Mikrofon und Kopfhörer
  • Atem- Stimm- und Sprechübungen
  • Einführung in Interviewtechniken
  • Fragen für Interviews vorbereiten
  • Beiträge planen, vorbereiten, erstellen
  • Sendeablauf besprechen
  • Sendeuhr und Sendeplan erstellen
  • Musikauswahl planen und besprechen
  • Moderation proben
  • mit Nervosität und Lampenfieber umgehen lernen

Die TeilnehmerInnen
Die Teilnahmezahl wurde auf acht Teilnehmende begrenzt.
Zwei Teilnehmer nahmen an allen drei Bildungsurlauben "Radio machen" und fünf weitere an zwei Bildungsurlauben teil.
Alle Teilnehmenden arbeiten in Werkstätten der Paritätischen Gesellschaft Behindertenhilfe (PGB) und haben dort ihren Bildungsurlaub beantragt.
In allen drei Seminaren waren jeweils fünf Männer und drei Frauen.

Die Referenten
Als Referentin stand immer die gleiche Moderatorin des Senders zur Verfügung. Sie hatte bis zum ersten Bildungsurlaub 2003 keine Erfahrung in der Arbeit mit geistig Behinderten, aber große Erfahrung in der Vorbereitung von Sendungen mit Gruppen (Erwachsene und Schulklassen). Als Co-Referent war auch immer ein weiterer Mitarbeiter von Radio aktiv anwesend, für den technischen Bereich und zur Begleitung, wenn die Behinderten z.B. in der Stadt unterwegs waren, um eine Umfrage durchzuführen.
Die Betreuung und Begleitung von Seiten des Arbeitgebers erfolgte durch eine Praktikantin, um so sicher zu stellen, dass z.B. Medikamente eingenommen wurden, bei Bedarf die Behinderten zum Arzt begleitet wurden u.s.w..

Der Lernort
Der Bildungsurlaub fand immer in den Räumen der LEB statt, die mit einem mobilen Aufnahmestudio von Radio aktiv ausgestattet wurden. Immer wieder zeigten sich die Teilnehmenden von der Technik beeindruckt.
Aufgrund der Behinderung sind sie allerdings nicht in der Lage, die Beiträge selbst aufzunehmen oder zu schneiden. Hierfür brauchen sie die Hilfe und Unterstützung des Co-Referenten.


Resümee
Nach jeder Sendung erhielten wir bisher großes Lob und Anerkennung, sowohl von Menschen, die mit Behinderten leben oder arbeiten, als auch von Mitbürgern, die sonst keinen oder wenig Kontakt mit Menschen mit Behinderungen haben.
In vielen Bereichen ist es relativ einfach, mit Behinderten zu arbeiten. Es ist motivierend, ihre Freude, ihre Ernsthaftigkeit, ihre Begeisterung und ihre Freundschaft zu erleben und teilen zu können Schwierig war es manchmal, zu erkennen, wann der einzelne evtl. überfordert wurde. Die Konzentrationsfähigkeit ist oft nicht sehr hoch, deshalb muss in kleineren Einheiten gearbeitet werden. Mehr kürzere Pausen und kleine Übungen zur Entspannung wurden eingefügt.

Das Lernziel ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswirklichkeit über journalistische Formen. Die Teilnehmer können die eigene Situation über das Medium Radio anderen mitteilen. Es kommt so zur Verbesserung der Kommunikation über die Behinderungen und zur Förderung einer positiven Darstellung der Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft.

"Hier sind Bärbel, Matthias, Nikolaus .... ..... und wir berichten live aus der Sumpfblume in Hameln über das Leben mit Behinderungen. Kommen Sie doch einfach vorbei....". So begann in der letzten Woche die Radiosendung von Radio aktiv. Ich hoffe, es folgen noch recht viele!!

Dorothee Rottmann-Heuer
Pädagogische Mitarbeiterin der LEB in Hameln

Kontakt: Telefon 05151 - 78 44 40,
E-mail: hameln@leb.de

 
(20.10.2005)
 
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Nachhaltige Integrationsarbeit
Eine Fortbildung der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. im Garten- und Landschaftsbau in Kooperation mit sozialen Einrichtungen

Die Idee

Zum Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung im September 2002 in Johannesburg hat die Bundesregierung die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlicht. Ein zentrales Kapitel ist die Lebensqualität.
Auszug: "Der Begriff Nachhaltigkeit klingt spröde und sperrig, hat aber einen ganz vitalen und letztlich einfachen Kern: Es geht darum, für jedermann, jetzt und in Zukunft, eine gute Lebensqualität zu erhalten und wo möglich zu verbessern. Jeder soll die Möglichkeit haben, sein Leben in die Hand zu nehmen, zu lernen und zu arbeiten, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und eingebettet in ein Netz sozialer Beziehungen in einer gesunden und sicheren Umwelt zu leben. Der Mensch mit seinen Möglichkeiten und seiner Verantwortung steht im Mittelpunkt."

Zielsetzung - "Nachhaltige Integrationsarbeit"

In den letzten Jahren hat ein unumkehrbarer Zuwanderungsprozess aus den osteuropäischen Ländern stattgefunden; dies muss zwangsläufig zu einer deutlichen Verbesserung der bisherigen Integrationsarbeit führen. Eine wichtige Voraussetzung für diese verstärkte Integrationsarbeit ist ein Bekenntnis der Aus- und UmsiedlerInnen zu unserem demokratischen Gemeinwesen.

Dieses Bekenntnis zu den gesellschaftlichen Grundwerten kann von dieser Bevölkerungsgruppe nur im ausreichenden Maß geleistet werden, wenn die Anschauungen und Vorstellungen in diesem für die meisten Aus- und UmsiedlerInnen fremden Land verstanden und gelebt werden können. Dazu muss die deutsche Sprache ausreichend beherrscht werden; für die Integration auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sind weitere Schlüsselkompetenzen erforderlich.

Des Weiteren müssen die Aus- und UmsiedlerInnen in Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung kommen, um deren Ängste und Nöte, gerade in Zusammenhang mit dem eigenen Arbeitsplatz, nachvollziehen zu können. In der beruflichen Qualifizierung kann es also nicht nur um die bloße Erlangung von praktischen und theoretischen Fertigkeiten gehen, sondern diese Fertigkeiten müssen gemeinsam mit den Menschen in diesem Land erlernt werden.

Partnerschaften, Bündnisse, Allianzen - das sind die Antworten auf die Frage, wie Nachhaltigkeit in der Praxis umgesetzt werden kann, wie die Herausforderungen der Globalisierung, der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, der Schaffung neuer Arbeitsplätze gelöst werden können. Die Fortbildung organisiert das kooperative Zusammenwirken vieler Akteure innerhalb und außerhalb der Fortbildung.
Aus den Erfahrungen abgeschlossener Fortbildungen wurden Bruchlinien zwischen Aussiedlern und deutschen Mitbürgern deutlich. Beide Seiten verhärten ihre Vorurteile und Ängste. Die Fortbildung will Brücken zu sozialen Einrichtungen bauen und damit Dialog ermöglichen.

Es erscheint auf den ersten Blick schwierig, eine Partnerschaft zwischen einer Fortbildungsgruppe und einer sozialen Einrichtung aufzubauen; mit unserer fachlichen Ausrichtung im Bereich des Garten- und Landschaftsbaus können wir diesen Ansprüchen ein gutes Stück näher kommen.

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(14.02.2005)
 
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Mädchen sind anders - Jungen auch...

Die Bedeutung von Geschlechterrollen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Wie kann man Kinder und Jugendliche am besten auf das Leben vorbereiten? Mit welchen Themen und Bedürfnissen beschäftigen sie sich in den unterschiedlichen Altersstufen und welche Rolle spielt dabei eine geschlechterbewusste Pädagogik?

Die gängige koedukative Pädagogik in Schule und Jugendarbeit kommt hier an ihre Grenzen, weil die Bedürfnisse von Jungen und Mädchen unterschiedlich sind. Um gesellschaftlichen Problemen frühzeitig zu begegnen wird es immer wichtiger, bedürfnisorientierte pädagogische Konzepte zu entwickeln, um die Kinder und Jugendlichen wirklich zu erreichen.

Um auf diese gesellschaftlichen Anforderungen zu reagieren, konzipierte die VNB-Geschäftsstelle Göttingen zusammen mit der Stiftung Leben & Umwelt und 16 weiteren Kooperationspartnern aus Göttingen und Hannover eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel

"Let's talk about gender! Mädchen und Jungen im Blick geschlechterbewusster Pädagogik".

Genderkompetenz heißt hier das Zauberwort! Dahinter verbirgt sich das Hinterfragen gesellschaftlich bedingter Geschlechterrollen und ihrer Auswirkungen, eine konkrete Handlungskompetenz, die Pädagogen und Erziehungsberechtigte befähigt, geschlechterbewusste pädagogische Konzepte in die Praxis umzusetzen und eine Reflexion der eigenen Rolle als Mann bzw. Frau im Erziehungsprozess.

(18.08.2004)

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KEB zum Thema
Ein Projekt der Katholischen Erwachsenenbildung in der Diözese Hildesheim

"Wie viel Religion braucht die Gesellschaft?" Um eine Antwort aufdiese Frage zu hören bzw. darüber mit dem Ersten Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen, Dr. Henning Scherf, ins Gespräch zu kommen,drängten sich an einem Samstagmittag über 120 Menschen im Kirchenladen [ka:punkt] in Hannover. Diese Veranstaltung war angesiedelt im Rahmen des Projekts "KEB zum Thema".

Unter diesem einheitlichen Design versucht die Katholische Erwachsenenbildung an zentralen oder interessanten Orten des Bistums und mit besonderen methodischen Elementen, Themen und Tendenzen aus den Bereichen Religion, Ethik, Kultur, Gesellschaft "unter die Lupe" zu nehmen und in den öffentlichen Diskurs einzubringen. Inzwischen haben neun Veranstaltungen bzw. Veranstaltungsreihen stattgefunden.

Damit ist es der Katholischen Erwachsenenbildung in der Diözese Hildesheim gelungen, zu verschiedenen Fragestellungen Diskussionsbeiträge in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen und erfolgreich vor allem in Hannover wieder ein christliches Gesprächsforum für engagierte und interessierte Bürger/innen zu Themen und Tendenzen aus den Bereichen Religion, Ethik, Kultur und Gesellschaft zu platzieren.

(20.07.2004)

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Helmuth Raich (Bildungswerk ver.di)

Entwicklungspartnerschaft "Öko-Future & Öko-Jobs"

Das Bildungswerk ver.di in Niedersachsen e.V. ist als Initiator und Verantwortlicher der bundesländerübergreifenden Entwicklungspartnerschaft "Öko-Future & Öko-Jobs" aktiv im EQUAL-Schwerpunkt "Anpassungsfähigkeit" im untergliederten Themenbereich "Förderung des lebenslangen Lernens und einer integrationsfördernden Arbeitsgestaltung" beteiligt.

Unser Engagement verfolgt dabei die Zielsetzung, mit unserenModellprojekten eine Brücke zwischen den benachteiligten Gruppen auf dem Arbeitsmarkt und dem wachsenden Sektor ökologischer Güter und Dienstleistungen zu bauen. Deshalb unterstützen wir aktiv kleine und mittlere Unternehmen aus verschiedensten Branchen, sich diesen Markt zu erschließen, ihre Beschäftigten dabei zu qualifizieren und benachteiligte Personen zu integrieren. Wir stärken insbesondere das "Lernen lernen" durch angepaßte, individualisierte Lernkonzepte, durch "Lernen am Arbeitsplatz" und durch "Lernen via Internet".

Es geht aber im Sinne von EQUAL nicht vorrangig darum, eine bestimmte Anzahl von Personen zu qualifizieren, sonützlich dies in jedem individuellen Einzelfall auch sein möge, sondern der Projekterfolg wird wesentlich daran gemessen, inwieweit es gelingt, die Projekte im Sinne von Modellösungen zu generalisieren und auch auf andere Bereiche, Branchen, Zielgruppen etc. übertragbar zu machen und in ein System der Regelförderung zu verankern. Zur Realisierung dieses Anspruchs ist neben der Vernetzung der beteiligten operativen Projektpartner hinaus die Einbindung strategischer Partner (z.B. politische und/oder fachliche Interessensvertretungen auf regionaler und überregionaler Ebene) unumgänglich. Erfahrungen aus vorangegangenen Projekten haben nämlich häufig gezeitigt, daß erzielte positive Ergebnisse nur solange von Bestand waren, solange eine unmittelbare (finanzielle) Projektförderung bestand. Vor diesem Hintergrund bildet die Einbindung dieser strategischen Partner einen Aspekt der Nachhaltigkeit dar.

(der gesamte Text als PDF-Datei)

 

(13.07.2004)

 
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Sebastian Scheibe und Ursel van Overstraeten (Bildungswerk ver.di)

Erst die Arbeit und dann das Vergnügen -
"After Work Bildung" im Bildungswerk ver.di

Neue Wege in Sachen Informationsveranstaltungen geht das Bildungswerk ver.di in Niedersachsen e.V. Seit Anfang des Jahres 2004 richtet sich unter dem Label "After Work Bildung" ein offenes und kostenloses Angebot an alle Interessierten, die sich über verschiedenste Themen informieren möchten. In Anlehnung an das Konzept der "After Work Parties" findet jeden 1. Dienstag im Monat von 17:30 bis 19:30 Uhr "After Work Bildung" zu folgenden Themen statt:

· Mobbing - Was ist das? Was können Kollegen und Betroffene tun?
· Mangos für Schutzengel - Projekt gegen Sextourismus und Kinderprostitution
· work - life - balance: Arbeit ist das halbe Leben - und wie sieht die andere Hälfte aus?
· Impulse: Umgang mit Stress am Arbeitsplatz mit Hilfe von Yoga
· Impulse: Gesunde Ernährung für ein gutes Leben
· Impulse: Bewegung am Arbeitsplatz statt Bandscheibenprobleme
· Psychologisches Fitnesstraining für Frauen
· Impulse: "Dicke Luft hier!" oder "Nie wieder Rauchen!"
· Mediation - Neue Wege der Konfliktlösung
· Organisationsaufstellungen - Neue Methode in der Organisationsberatung
· Wer näht eigentlich meine Jeans?

Die 2-stündigen Veranstaltungen sind als kostenloses "Schnupperangebot" konzipiert und dienen der Einführung in bzw. Sensibilisierung für die jeweiligen Themengebiete. Die monatlichen Kurse - die großen Zulauf haben - finden auch in Kooperation mit der Barmer Ersatzkasse, dem Allerweltsladen, der Universität Hannover und der Clean Clothes Campaign statt. Damit fließt unterschiedliches Know-how in die Veranstaltungen ein, sowohl die berufliche wie auch die private Lebensgestaltung wird thematisiert und die TeilnehmerInnen erhalten Einblicke in neue Wissensfelder und Methoden, mit denen sie sich möglicherweise weiter beschäftigen wollen.
Das innovative Moment der "After Work Bildung" liegt zum einen in der zeitlichen Ansiedelung der Bildungsveranstaltungen zwischen Arbeit und Freizeit. Zum anderen bieten sie auch Kurzentschlossenen die Gelegenheit, aktuelle Themen unterschiedlicher Interessensgebiete sowie deren ReferentInnen unverbindlich kennen zu lernen, ohne sich bereits auf eine längere Bildungsmaßnahme festlegen zu müssen. Die Schwelle zum Besuch von Seminaren zu "Problemthemen" liegt damit eher niedrig - was sicherlich auch die erfolgreiche Annahme des "After Work Bildung"-Konzepts ausmacht. Die Bandbreite der Themen spricht zudem verschiedene Zielgruppen an, die sich durch Mund-zu-Mund-Propaganda gegenseitig auf das offen gestaltete Angebot aufmerksam machen.
Das Bildungswerk ver.di reagiert flexibel auf Nachfragen und Bedarfe der TeilnehmerInnen. So entstand z.B. durch eine Diskussion in einem der Seminare kurzfristig das Zusatzangebot "(Arbeits-) Alltag und soziale Gerechtigkeit".

Weitere Informationen zu geplanten Terminen und Inhalten sind unter der Rufnummer 0511 - 12400412 erhältlich.

 

(13.07.2004)

 
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GLOBAL.FAIR: eine mobile Erlebnis- und Lernausstellung des VNB zu den Themen Welthandel, Fairer Handel und Globalisierung

 

Ein großer bunt besprühter Laster mit der Aufschrift "Global.Fair": hier werden keinesfalls Kaffeebohnen oder Orangen aus fairem Handel verladen - was hier transportiert wird ist Bildung.

"Global.Fair" ist eine mobile Erlebnis- und Lernausstellung zu den Themen Welthandel, Fairer Handel und Globalisierung. Im Inneren des Großraumtrucks können ungefähr zwölf Personen die multimedialen Rauminstallationen auf sich wirken lassen. Mit Hilfe eines 20-Minütigen Hörspiels können sie den Truck begehen und dabei Informationen von einer der sechs Identifikationsfiguren erhalten.

Die Besucher verfolgen den Weg der Produkte vom Anbau bis zur Vermarktung und werden an einer Station auf einen afrikanischen Markt, an der nächsten an die Börse und dann wieder in den Supermarkt oder Eine-Welt-Laden geführt. Wie ist die Situation der Bauern? Wer verdient welche Anteile an den Produkten? Was verändert sich, wenn fair gehandelt wird und bestimmte festgesetzte Preise gezahlt werden?

Wichtig an dieser modernen Methode ist, dass die Ausstellung zur Diskussion anregen soll und eben nicht vorgefertigte Lösungen oder Patentrezepte für politische Probleme präsentiert. Sehen, Fühlen und Handeln gehören genauso zum Konzept, wie die harten Fakten, die hier präsentiert werden.

Reinhold Bömer vom VNB, dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V., der das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen initiierte: "Das Besondere an der Ausstellung ist dieser Perspektivenwechsel. Als Besucher versetze ich mich in die Situation eines Kaffeebauern in Honduras, einer Apfelsinenpflückerin in Brasilien oder einer jungen Frau in Ghana. Der Begriff Bildungsarbeit ist angemessen, weil es sich um ergebnisoffene Prozesse handelt: jeder Besucher muss nach der Ausstellung entscheiden, für welche Produkte er sich beim Kauf entscheidet, etc. Das ist also mehr als reine Informationsarbeit. Die Botschaft dahinter lautet "Diese Welt ist veränderbar, es kommt auf dich an!"


"Bewegliche Bildung erreicht Menschen" so lautet das Motto beim VNB. "Mit der mobilen Ausstellung im Großraumtruck wollten wir regionalen Initiativen ein medienwirksames und interessantes Lernmedium zur Verfügung zu stellen", so Reinhold Bömer vom VNB. "Mit dieser neueren Form dezentraler politischer Bildungsarbeit wollen wir vor allem Jugendlichen und jungen Erwachsenen erreichen und ihnen gesellschaftspolitische Themen nahe bringen." Seit 13 Jahren werden die Ausstellungen in Großraumtrucks vom VNB konzipiert. "Global.Fair" ist inzwischen die fünfte.

Für Reinhold Bömer sind diese mobilen Erlebnisausstellungen zukunftsweisende Projekte in der Erwachsenenbildung: "Die Ausstellungen behandeln Zukunftsthemen. Meistens sind es sperrige Themen wie Flüchtlinge und die weltweite Migrationsproblematik, Leben in Nord und Süd (Afrika - Europa), AIDS, usw. Sie wenden sich an die zukünftigen Entscheider, die jungen Leute von heute. Die Arbeitsweise geht ebenfalls zukunftsweisende Wege, weil mit der Zivilgesellschaft in Form von Schulen und Kirchengemeinden kooperiert wird. Außerdem geht es mit so einem "Edutainment-Projekt" darum, neue methodische Wege zu beschreiten, die die Elemente der Eventarbeit nutzen und dabei trotzdem auf dem Boden der Pädagogik bleiben."

Nähere Informationen zum Projekt gibt es auch im weltweiten Netz unter www.global-fair.de

 
(05.07.2004)
 
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Bürgerschulen für Europa - Kleine Ortschaften in ländlichen Räumen Europas entwickeln ihre Zukunft

In gemeinsamer Arbeit von Partnern aus Ungarn, Portugal, Estland und Deutschland wird seit 2002 eine innovative Projektidee für eine bürgerorientierte Erwachsenenbildung in Landgemeinden erprobt. Dabei sollen Menschen erreicht werden, die bisher nicht oder nur unzureichend Erwachsenenbildungsangebote wahrgenommen haben.
Der Aufbau dieser Bildungsorte, die treffend als Bürgerschulen bezeichnet werden, die Ermittlung des lokalen Weiterbildungsbedarfs und die daraus resultierende Entwicklung eines Bildungs- und Beratungsangebotes ist die zentrale Aufgabe in diesem Projekt, das unter Federführung der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB) bis zum Herbst 2005 umgesetzt werden soll.

Das Projekt wird durch das Programm Sokrates/Grundtvig der Europäischen Union maßgeblich gefördert. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden laufend auf einer eigenen Internetseite bekannt gegeben und sollen nach Projektende allen interessierten Einrichtungen in der EU zur Verfügung stehen.
Ergänzend können sich während der Laufzeit korrespondierende Partner über den aktuellen Verlauf im Projekt informieren und nähere Kontakte herstellen. Diese - rechtzeitige - Schaffung von nationalen und internationale Netzwerken soll zu einer verstärkten Implementierung der Projektidee beitragen.

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(05.05.2004)
 
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